Was ist eine altersbedingte Makuladegeneration?

Die altersbedingte Makuladegeneration tritt in zwei Hauptformen auf: als trockene AMD, bei der es zu einer allmählichen Verschlechterung der Makula, dem zentralen Teil der Netzhaut, kommt und als feuchte AMD, die durch das schnelle Wachstum neuer Blutgefäße unter der Makula gekennzeichnet ist und zu schnellem und schwerem Sehverlust führen kann.

Welche Formen gibt es?

Es gibt zwei Hauptformen der AMD:

Trockene AMD: Dies ist die häufigere, gutartige Form, bei der es zu einer allmählichen Verschlechterung der Makula kommt, dem Teil des Auges, der für das scharfe Sehen verantwortlich ist.

Feuchte AMD: Weniger häufig, aber schwerwiegender, charakterisiert durch das schnelle Wachstum abnormaler Blutgefäße unter der Makula, was zu einem schnellen und schweren Sehverlust innerhalb von 1 bis 2 Jahren führen kann.

Was ist der Unterschied zwischen feuchter und trockener Makuladegeneration?

Viele fragen sich: Welche Makuladegenration ist schlimmer? Die feuchte AMD ist zwar seltener, dafür aber schwerwiegender, da sie sehr schnell voranschreitet. Wir haben Ihnen die Kernunterschiede zwischen den beiden Formen der AMD zusammengefasst und zeigen Ihnen auf, wie sich die Symptome der Augenkrankheit und Behandlungsansätze unterscheiden.

Vorkommen

Trockene AMD: Häufiger

Feuchte AMD: Weniger häufig, aber schwerwiegender

Trockene AMD: Langsam fortschreitend

Feuchte AMD: Schnell fortschreitend

Trockene AMD: Ablagerung von Drusen (Protein- und Fettreste) unter der Makula

Feuchte AMD: Wachstum abnormaler Blutgefäße unter der Makula, die Flüssigkeit und Blut leaken

Trockene AMD: Allmählicher Verlust der zentralen Sehschärfe, verschwommenes Sehen

Feuchte AMD: Schneller und schwerer Verlust der zentralen Sehschärfe, verzerrtes Sehen

Trockene AMD: Nahrungsergänzungsmittel (z.B. Vitamine und Zink), Anpassung der Lebensgewohnheiten

Feuchte AMD: travitreale Injektionen (IVOM), Lasertherapie

Behandlung der Makuladegeneration

Wie wird eine Makuladegenration nun behandelt? Bei der trockenen AMD, die langsam fortschreitet, können bestimmte Maßnahmen die Verschlechterung der Sehkraft verlangsamen. Empfohlen wird die regelmäßige Überwachung der Augengesundheit, einschließlich Sehschärfeprüfungen und Überprüfungen des Augenhintergrundes. Eine wichtige Rolle spielen auch Ernährungsergänzungen wie Lutein, die helfen können, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen.

Für die trockene AMD wird bald ein neues Medikament erwartet, die derzeit auf Zulassung wartet.

Die feuchte AMD ist aggressiver und führt schnell zu schwerwiegenden Sehverlusten. Für diese Form der AMD gibt es effektivere Behandlungsmethoden wie die IVOM-Therapie, bei der Medikamente direkt in das Auge injiziert werden, um das Wachstum schädlicher Blutgefäße zu stoppen und die Flüssigkeitsansammlung zu verringern. Diese Behandlungen erfordern regelmäßige Nachfolgeuntersuchungen, um den Erfolg zu überwachen und anzupassen.

Wie kann man AMD vorbeugen?

Obwohl Alter und Genetik bedeutende Risikofaktoren sind, spielen auch Lebensstilfaktoren eine wichtige Rolle bei der Prävention der AMD. Nichtrauchen, eine ausgewogene Ernährung reich an grünem Blattgemüse und Fisch, regelmäßige körperliche Aktivität und der Schutz der Augen vor intensiver Sonneneinstrahlung können helfen, das Risiko zu reduzieren. Zu den Risikofaktoren für die Entstehung von AMD gehören:

  • Alter
  • genetische Veranlagung
  • Rauchen
  • Hoher Blutdruck
  • Falsche Ernährung
  • Sonnenexposition

Lassen Sie sich jetzt beraten!

Sprechen wir über Ihre Erkrankung! Welche Maßnahmen für Sie infrage kommen, hängen von mehreren persönlichen Faktoren ab und erfordern eine sorgfältige Prüfung. Ein offenes Gespräch bildet den ersten Schritt zur passenden Behandlung.

Weiterführende Informationen erhalten Betroffene auch beim Verein AMD-Netz.

Kontakt

Augenzentrum an der Leine MVZ
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30159 Hannover

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E-Mail: kontakt@augenzentrumanderleine.de

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Häufig gestellte Fragen rund um die Erkrankung AMD

Wie macht sich eine Makuladegeneration bemerkbar?

Typische frühe Symptome der AMD sind verschwommenes Sehen im Zentralbereich, Schwierigkeiten beim Lesen oder Erkennen von Gesichtern, veränderte Farbwahrnehmung und dunkle Flecken im Sichtfeld.

Eine nährstoffreiche Ernährung, die viel grünes Blattgemüse, Fisch und Nüsse enthält, kann helfen, das Risiko oder die Progression der AMD zu verringern. Besonders wichtig sind die Nährstoffe Lutein und Zeaxanthin.

Die feuchte AMD kann mit intravitrealen Injektionen von Medikamenten behandelt werden, die das Wachstum neuer Blutgefäße unter der Makula hemmen. Neben regelmäßigen Augenuntersuchungen sind UV-Schutz, Nichtrauchen, Kontrolle von Blutdruck und Gewicht sowie eine augengesunde Ernährung wichtige Maßnahmen zur Verlangsamung des Fortschreitens der AMD.
Ja, es ist möglich, dass beide Augen betroffen sind, allerdings kann die Erkrankung in einem Auge früher auftreten oder schwerwiegender sein.

AMD wird durch eine umfassende augenärztliche Untersuchung diagnostiziert, die spezielle Bildgebungstechniken wie die optische Kohärenztomographie (OCT) umfassen kann, um detaillierte Bilder der Netzhaut zu erhalten.

Es gibt derzeit keine Heilung für AMD, aber es gibt Behandlungen, die helfen können, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen, insbesondere bei der feuchten AMD. Die Forschung in diesem Bereich ist aktiv, und neue Therapien werden entwickelt.

Ja, genetische Faktoren spielen eine signifikante Rolle bei der Entwicklung der altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Wenn nahe Verwandte, wie Eltern oder Geschwister, AMD haben, ist das Risiko, selbst zu erkranken, höher. Genetische Tests können helfen, das individuelle Risiko besser einzuschätzen, und präventive Maßnahmen können frühzeitig diskutiert werden.

Ja, Patienten mit AMD können von verschiedenen Unterstützungsleistungen profitieren, darunter visuelle Hilfsmittel, Therapien zur Anpassung an Sehverlust und Beratung, um den Alltag zu erleichtern.